Vom Aquädukt und seinem Schicksal

Vom Aquädukt und seinem Schicksal

Nur zwei halb gefüllte Müllsäcke waren die Ausbeute der Sammelaktion des Freundeskreises Leinakanal. Diesmal war am Freitag, den 16.4.2010 Subbotnik an der Kanalbrücke über der ehemaligen Eisenbahnline Berlin – Frankfurt/M. Ob die Leute disziplinierter geworden sind oder ob der lange Winter dem Ergebnis geschuldet war, sei dahingestellt.

Das geringe Müllaufkommen und der schwache Wildwuchs kamen diesmal ganz recht, denn es stand noch ein kleiner Höhepunkt auf dem Programm: die Enthüllung eines Gedenksteines. Ein Schelm, wer Schlechtes denkt und den Granitquader in die Nähe eines Grabsteins rückt. Das Kulturdenkmal Aquädukt soll ja noch lange stehen, was jedoch ohne die längst überfällige Sanierung zu bezweifeln ist.

Der Gedenkstein ist eine Gemeinschaftsaktion Sundhäuser Heimatfreunde und Handwerker. Steinmetzmeister Möller senj. spendierte den rohen Granit, Malermeister Fliedner entwarf den gotischen Schriftzug und Steinmetzmeister Möller jun. transportierte das Viertel Tonnen schwere Stück zum eisenbahneigenen Grund am Aquädukt in der Nähe des Dükereinlaufs. Die Netzagentur der Deutschen Bahn hatte dem Projekt zugestimmt. Das Ganze stand unter Regie des Eisenbahners i.R. und Leinakanalfreundes Günter Walter. Er hatte die Idee und meißelte eigenhändig die Buchstaben ein.

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