Der Leinakanal – Sechs Jahrhunderte gutes Wasser für Gotha

Der Leinakanal – Sechs Jahrhunderte gutes Wasser für Gotha

Das Standardwerk für Heimatfreunde und Regionalgeschichtsforscher.
Herausgeber: Hartmut Kraußer im Auftrag des Freundeskreises Leinakanal e.V.

  • Hardcover, gebunden, 15 x 21 cm
  • 480 Seiten mit vielen Fotos im 4-Farb-Druck
  • Preis 17,00 € (bisher 29,80 €), ohne Versandkosten
  • ISBN 978-3-932655-37-1
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Das Leinakanal-System war mehrere Jahrhunderte die Lebensquelle Gothas

Bereits 2009 hat der Freundeskreis Leinakanal e.V. ein besonderes Buch veröffentlicht und so dem regionalgeschichtlich interessierten Leser ein lange erwartetes Angebot gemacht. Es ist kein Buch schlechthin, sondern ein umfassendes, tiefgründig recherchiertes und reich illustriertes Standardwerk über das Fließgewässersystem Leinakanal-Flößgraben. An dem Titel arbeiteten neun Fachleute aus den Bereichen Geschichte, Technik, Geologie, Hydrologie, Natur, Kartografie, Ethnologie, Denkmalschutz und Tourismus. Die Autoren: Hartmut Kraußer, Wolfgang Möller, Helga Raschke, Roland Schilling, Wolfgang Klug, Ronald Bellstedt, Günter Walter, Alfred Kirsten und Volker Schlegelmilch. Günter Rennau aus Gotha war als Lektor dem Druckfehlerteufel akribisch auf der Spur. Hartmut Kraußer aus Ohrdruf zeichnete als Herausgeber verantwortlich und Wolfgang Möller aus Wahlwinkel besorgte Satz, Layout und Druckvorstufe für die Herstellung im Druckmedienzentrum Gotha.

Der Leinakanal ist ein mittelalterliches künstliches Fließgewässer, welches 1366-1369 vom Landgrafen Balthasar zur Versorgung der wasserarmen Stadt Gotha angelegt wurde. Das technische Kulturdenkmal befördert noch heute Wasser von Schönau vor dem Walde über knapp 30 km nach Gotha. Zusammen mit dem 1653 erbauten Flößgraben von Georgenthal nach Emleben bildet er ein Grabenverbundsystem, das die Wasserscheide Elbe-Weser überwindet. Es wurde für die Trink- und Brauchwasserversorgung, als Aufschlagwasser für zahlreiche Mühlen und als Flößwasser zum Schwemmen von Scheitholz genutzt. Die Faszination der Gräben besteht in der Meisterschaft, wie sie die Erbauer an den Vorbergen des Thüringer Waldes entlang geführt haben. Als grünes Band ziehen sie sich durch das Gothaer Land und bilden wertvolle Biotope für Tiere und Pflanzen. Viele Geschichten zum Bau und zur Bedeutung des Leinakanals ranken sich an seinen Ufern, auf seinen Brücken und in den angrenzenden Ortschaften.

Der Leinakanal wurde 1978 in die Liste der technischen Denkmale in der DDR aufgenommen und ist mit dem Status eines Kulturdenkmals seit 1991 Bestandteil des Gothaer Landkreiswappens. Das faszinierende künstliche Fließgewässersystem ist ein Denkmal von ganz besonderer Art. Die Aufgaben und Probleme rund um das Gewässernetz werden zunehmend mit den Anliegern sowie Betrieben, Institutionen, Behörden und Kommunen koordiniert. Das Kanalsystem wird für Bildungszwecke an den Schulen sowie für die regionale Traditionspflege genutzt und für den Tourismus erschlossen. Zielgruppen sind populärwissenschaftlich-, technisch-, geologisch-, geographisch-, heimatgeschichtlich- und naturverbundene Interessenten, aber auch einfach nur und nicht zuletzt die Anwohner am Graben. Sie alle verbindet der Slogan des Freundeskreises, „Eine Lobby für den (ur)alten Schlingel!“

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