Freundeskreis Leinakanal startet Subbotnik für ein sauberes Gotha

Freundeskreis Leinakanal startet Subbotnik für ein sauberes Gotha

von Wolfgang Möller

Gotha-Sundhausen. Schön, dass es noch Zeitgenossen gibt, die ihren Müll in der freien Landschaft versehentlich verlieren. Sonst wüssten die Freunde des Leinakanals vor Langeweile nicht, was sie machen sollen. Bereits am zweiten März-Samstag folgte der Freundeskreis Leinakanal dem Aufruf von Oberbürgermeister Knut Kreuch zum Subbotnik-Arbeitseinsatz. Ein weiterer Termin ist angedacht. Acht Schlingel-Enthusiasten wurden von vier Sundhäuser ABM-Kräften und vom Eisenbahn-Veteran Günter Walter unterstützt. Ziel ihres fünfstündigen Einsatzes: das Aquädukt an der Bahnstrecke zwischen Sundhausen und Fröttstädt.

Vor zwei Jahren waren sie dort zuletzt tätig. Nun hatte sich wieder eine beträchtliche Menge an Plasteverpackungen, Glasflaschen und Bauschutt angesammelt. Die schnell nachwachsenden Erlen mussten in unmittelbarer Aquädukt-Nähe zurückgeschnitten werden. An die Bäumchen, die direkt aus dem Bauwerk heraus wachsen, kam Walters Motorkettensäge allerdings nicht heran. Diese warten auf die dringend notwendige Sanierung der denkmalgeschützten Kanalbrücke. Ausbeute des Subbotniks: fünf gefüllte Müllsäcke, ein PC-Monitor, ein Fernsehgerät und ein Ölfass. Nun gilt es für die angesprochenen Zeitgenossen schnell zu handeln: Noch liegt alles zum Abholen unter dem Aquädukt bereit. Auf Finderlohn wird großzügig verzichtet.

Günter Walter (links) war früher als Eisenbahner am Bahnhof Leinakanal tätig. Nun setzt er sich für den Schutz und die Erhaltung des faszinierenden Bauwerkes ein. Foto: W. Möller
Freunde des Leinakanals. rechts: Erika Gessner

Die folgenden Bilder sind Schnappschüsse von Erika Gessner:

 

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