Historische Nutzung

Historische Nutzung

Nutzung des Leinakanalsystems
nach Verwendungszweck

– als Feuerlöschwasser für die Stadt
– als Brauchwasser für die Einwohner und Gewerbe (zeitweise Abfallentsorgung, Asche, Straßenreinigung etc.)
– zum Scheitholzflößen bis 1847

Gewerbe
– 11 Mühlen am Kleinen Leinakanal, Flößgraben und Leinakanal
– Gerberei
– Holzhof
– Ziegelei
– Porzellanmanufaktur
– Waschhaus
– Hofschmiede
– Brennereien
– Schlächtereien
– Brauhaus
– Malzhaus
– Cafehaus
– Gemüse-und Küchengarten
– Hofjägerei, Reitbahn
– Ananasanbau, Krebsaufzucht
– Röhrenteich für Wasserleitungsholzröhren
– Fischteiche in Georgenthal, Petriroda, Sundhausen, Gotha
– Fischkeller auf dem Hauptmarkt
– Schafwäsche bei Sundhausen am Aquädukt
– Fisch-und Krebsfang anlässlich der alljährlichen Leinafege

Einzelgebäude
– Prinzenpalais, Witwenpalais, Kavaliershaus, Schloss Friedrichstal
– 30 Privathäuser und Gärten

Anlagen und Teiche
– Lustkanal (1730-1760)
– Kleiner und großer Parkteich Grotten, Brunnen und Wasserspiele in der Orangerie und Privatgärten
– Wasserversorgung des Gymnasiums im Augustinerkloster und im Rathaus
– Wasserkunst in der heutigen Jägerstraße-eine Pumpanlage zur Wasserversorgung des Schlosses seit 1710 für Laufbrunnen und Zisterne
– Wasserrad für Materialtransport zur Münze
– Kühlwasser für Kanonen in den Kasematten
– Zufluss zur Wasch-resp. Treppengasse zum Wäschewaschen
– Schwemmen zum Waschen der Pferde, auf dem Hauptmarkt und dem Neumarkt
– Wasserkunstanlage in Gotha (1895) Turbine und Pumpe für den oberen Springbrunnen von der Firma Briegleb & Hansen, gleichzeitig Stromerzeugung zur Versorgung von Hauptmarkt und Rathaus bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts

Anlagen und Teiche seit dem 20. Jahrhundert
– Versuchstation Firma Briegleb & Hansen für Turbinen an der Sundhäuser Mühle
– Kesselwasser für Lokomotiven, Bahnhof Gotha
– Antrieb für ein E-Werk am Hammerteich bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts
– Antrieb für ein Turbinen-Privat-E-Werk bei Petriroda
– Kühlwasser für E-Werk in der Ohrdrufer Straße
– Brauchwasser für das Pektinwerk in der Südstraße
– Bassinfüllung für das Westbad in der Reinhardsbrunner Straße
– Baden im Leinakanal am Boxberg, unterhalb der Gaststätte Thür. Waldblick (Ferienlager 1926) und im Sundhäuser Bereich
– Kneippen im Kanal oberhalb der Orangerie; Juni 2011
– Anschluss von Feuerwehrhydranten in Herrenhof
– Löschwasserbecken für den Bahnhof Gotha
– Löschwasserteich innerhalb der Nordrampen des Schlosses im 2. Weltkrieg
– Wasserpumpe zum Panzerwaschen durch die sowjetische Armee

Hydrotechnische Anlagen im Bereich des Leinakanalsystems
– Wehre, Sohlgleiten
– Staue, Schützen, Abschläge, Überläufe
– Mühlgräben, Mühlenräder, Turbinen
– Teiler
– Rechen
– Düker am Aquädukt
– Pumpen (Wasserkünste von 1710 und 1895)
– Aquädukte (in Georgenthal, in Emleben, am Windebach, an der Bahnstrecke)
– Brücken, Stege, Furten, Durchlässe
– Zuflüsse, Gerinne, Felsdurchbruch vor Petriroda
– Entwässerungsgräben
– Kanäle, Rohrleitungen, Abdeckungen (Gerbergasse vor 1990)
– Dämme, Uferbefestigung mit Faschinen, Stützmauern

Zusammengestellt 2011/13 Dieter Vogel